Mittwoch, 14. November 2012

Moin, Moin ...

So, ihr Lieben.

Muss mir zuerst mal die verquollenen Augen ausreiben und gleich mal das Büserhemd überstreifen, weil ich so lange meinen Blog vernachlässigt hatte.

Das ergab sich leider so und tut mir auch sehr leid. Doch der Grund dafür ist ein durchaus positiver:

Der Schreibwahnsinn hat mich wieder gepackt. Richtig gepackt und wohl mehr denn je. Ich stecke nämlich in der ganz klar schönsten Zeit des Jahres:

Dem November!

Nicht weil er der Herbstmonat, mit trübem Wetter sowie Nässe und Kälte, schlechthin ist. Sondern weil zu seinem Beginn der Startschuss zum National Novel Writing Month fällt. Dem unglaublichsten Schreibmarathon, an dem ich jemals teilgenommen habe. Wie, den kennt ihr nicht? Na sowas!

Im NaNoWriMo schreiben hundertausende Schreiber weltweit vom 1. bis zum 30. November die Rohfassung ihres ganz persönlichen Romans aus 50 000 Wörtern. Dabei gibt es keinerlei Auflagen, außer den Einschränkungen, die man sich selbst auferlegen möchte. Wie ich, der es sich in diesem Jahr mal in den Kopf gesetzt hat, gleich zwei NaNos schreiben zu wollen, weil sich das einfach mal so aufgedrängt hat:

Ich wollte eine Geschichte am Tag schreiben, die eher hell und fröhlich angehaucht daherkommen soll und eine Geschichte in der Nacht, die natürlich der anderen entgegensteht. Düster und melancholisch. Dabei hatte ich auch bewusst vor, "Tag" (so lautet der Arbeitstitel) vorher durchzuplotten, was mir aber irgendwie nicht gelingen sollte. Das war aber nicht weiter tragisch, weil ich generell eher ein Bauchschreiber bin. So verwundert es euch sicherlich nicht, dass ich "Nacht" (so lautet der andere Arbeitstitel) ohne Plan begann und sich auch ohne Schwierigkeiten durchziehen ließ.

Zu meinem Erstaunen durfte ich allerdings feststellen, dass am Abend des Write-ins (also vom 31. Oktober auf den 1. November, gleich eine Minute und einem Sekündchen nach 23:59 Uhr), sich plötzlich "Tag" (also die falsche Geschichte) das Heft in die Hand nahm und mir klar machte, wer bei uns zuhause eigentlich die Hosen anhat und was soll ich sagen: Sie hatte recht!

Seitdem geht mir "Tag" leicht aus der Hand, während "Nacht" (obwohl diese Art Geschichten eher meine Domäne zu sein scheinen) etwas zäher vorankommt. Das spiegelt sich aber nur minimal in meinen Wordcounts wieder, die ziemlich gleich sind. Es ist eher die Art, wie sich die Worte finden und aus meinem Kopf über die Finger und die Tastatur in den Rechner wandern.

Aber auch wenn sie nicht so leicht zu schreiben ist oder vielleicht gerade deshalb mag ich sie beinahe ein klitzekleines Stückchen mehr. Sie zeigt mir damit unbewusst, an wem ich mehr zu arbeiten habe und das macht das überbordende Gefühl am 31. November 2012, wenn der diesjährige NaNo zuende sein wird, nur um so toller.

Huch, jetzt bin ich etwas euphorisch geworden und das nur wegen eines Schreibwettbewerbs. Aber ach, was soll ich versuchen es mir schönzureden.

Ich bin ein bekennder NaNoist und das ist auch gut so ...

Bernar LeSton


PS.: Und jetzt muss ich aber hurtig weiter, wie das weiße Kaninchen bei Alice im Wunderland ... äh, der Joker in Tim Burtons genialer Batman-Verfilmung: "Wir haben noch soviel zu tun und so wenig Zeit!"

Bis die Tage ...

Kommentare:

  1. Hey LePaps!

    Tja, das ist doch immer so, dass die Geschichten das Zepter in die Hand nehmen. Ist eine Autorenkrankheit. Alles, was man tun kann, ist mit einem Notizbuch hinterher zu rennen und alles aufzuschreiben, was passiert.

    Frohes Schreiben wünsch ich dir und wir lesen uns dann wohl morgen Nacht wieder für unseren üblichen Schreibtreff. Ich freu mich schon!

    Isi

    PS: Seit wann hat der November 31 Tage? ;-)

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  2. Sorry, ich hätte ja früher nachgeschaut, aber leider war meine Tante Edit zu Besuch da.

    Äh, wie meinen? ;.)

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