Sonntag, 14. Dezember 2014

Resümee auf nanotisch, Teil 2 - Mittendrin

Es geht daran, die letzten 4,5 k zu schreiben und ich muss schwer überlegen, welcher meiner Protas mich nun über die Ziellinie begleiten wird. Sehr spannend, weil ich einfach noch keine Idee dazu habe. Den ganzen NaNo über habe ich ständig hin- und hergewechselt, weil ich mich einfach nicht festlegen wollte und das hat super funktioniert. Doch nun, wo es auf die letzten Meter zugeht, haben alle bis dahin ihren Teil dazu beigetragen und keiner war mir lieber oder wertvoller. Ich versuchte stets jedem eine Chance zu geben und lasse mich überraschen, wer am Ende das Rennen machen wird und sich als der Hauptprota, unter all den vielen neuen Protas in meinem Kopf, herausstellt: Wird es der Automatenmensch Argentum Flex, mit dem alles begann, der in einem London zum Ende des 19. Jahrhunderts seinen Herrn und Meister vor einer Riesendummheit zu retten versucht? Oder Tyr & Ranock, die beiden ungleichen Brüder, die sich als Wiederholungstäter hier einreihen und deren Erlebnisse in der Fantasy-Welt, in der sie leben, mehr fremd als eigenbestimmt sind. Vielleicht Hesekiel Smith, dem Erzfeind des Okkulten, der ständig mit dem zu klein geratenen Stern Wesson als Thunder & Lightning durch die Welt des amerikanischen Westens um 1867 fegt und einem Geheimnis auf der Spur ist, das sich als tiefgreifender herausstellt, als anfänglich gedacht.

Sie alle erheben den Anspruch, die Hauptperson in einem neuen Roman zu sein, der wohl erst zu Beginn des neuen Jahres in meinen Fokus rücken wird. Ist der diesjährige NaNoWriMo lediglich das Vorspiel zu einer viel größeren Sache, mit der ich mich jetzt noch nicht beschäftigen kann und darf, weil noch einige Kurzgeschichten, die ebenfalls geschrieben werden sollen, Vorrang haben?

Ich mag ja normalerweise keinen Druck oder zumindest keinen allzu großen, aber in diesem speziellen Fall, liebe ich die Herausforderung und habe mir in diesem Jahr einfach auch mal mehr aufgeladen als sonst. Hoffentlich rächt sich das nicht irgendwann, gerade auch in dem Bezug, dass ich ja bei mehr als einer Kurzgeschichte noch den Rotstift ansetzen mag, um sie auf die Länge zu kürzen, dass sie in Lesungen endlich gehört werden können, was ihnen längst zusteht.

Ich mag und werde mich nicht verzetteln, aber ich will das momentan einfach alles tun, weil ich eine so unbändige Lust am Schreiben habe, wie schon lange nicht mehr. Und weil ich darauf fast das ganze Jahr warten musste, freut mich dieser Zustand so überaus.

Also, wir schließen hier mit dem festen Vorsatz, sobald der NaNoWriMo im Sack ist, zu schauen, welcher der vielen Protas, der einzelnen Geschichten mich am meisten hat schreiben lassen und der bekommt als Nächstes einen ganzen Roman - mit allem Drum und Dran - gewidmet.

Großes Indianerehrenwort!

Hugh, … ich habe gesprochen!!!



© Bernar LeSton, 25. November 2014

Kommentare:

  1. Hu, ich muss gestehen, dass alles, was du da oben andeutest, interessant klingt - also ;) mach fertich!
    (nein, nein, nein, ich will keinen Druck auf dich ausüben)
    Liebe Grüße vom täubchen ;) und wünsche dir eine beschauliche Adventszeit! (ähm - oder was davon noch über ist)

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  2. Danke liebes Täubchen,

    werde mich ranhalten, falls ich mich endgültig entschieden haben sollte und ich weiß mit solcherlei Druck (aka Vorfreude) gut umzugehen. Fühlt sich dann auch mehr wie innerer Antrieb, als wie äußerer Zwang an. ;)

    Das Beschauliche gebe ich natürlich mit soviel Herzenswärme wie möglich zurück.

    Beste Grüße

    Bernar

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  3. Mir gefallen deine Ideen sehr gut und ich bin wirklich sehr gespannt, welche letztendlich das Rennen machen und zu einem Roman werden wird.
    Liebe Grüße
    Christine

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  4. Vielen Dank, du Liebe, ich ja nicht weniger.

    Beste Grüße

    Bernar

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