Dienstag, 16. Dezember 2014

Resümee auf nanotisch, Teil 3 - Ein Abgesang

Nun ein abschließendes Fazit, ergo der letzte Teil meiner Betrachtung des diesjährigen NaNoWriMos ...


Letzter Tag, letztes Glück

Es beginnt der letzte Tag des Monats November und somit der letzte Tag des NaNoWriMo, gleichbedeutend mit dem letzten Tag des Jahres aus der Sicht des Schreibers.

* * *

Was am 1. November beginnt, ist selbst für mich als erfahrenem NaNoiten, der bereits mehrere NaNoWriMos mitgemacht hat, kaum mit Worten zu beschreiben, wenngleich ich es hier dennoch versuchen mag:

Jedes Schreiberjahr, das zwar - wie für alle anderen Menschen, die nicht am NaNoWriMo teilnehmen - kalendarisch am 1. Januar anfängt, beginnt für uns NaNoiten immer erst am 1. November und endet - entgegen dem, was alle anderen Menschen machen - schon am 30. des gleichen Monats. Uneingeweihten mag das einen Monat zu früh sein, aber uns kümmert das wenig. Schließlich ist all das, was man tut, für einen selbst immer das Richtige, selbst wenn alle anderen das eventuell anders sehen.
Dass hierbei niemand grundsätzlich im Recht ist, lasse ich mal im Raum stehen. Es findet ein jeder sein persönliches Schlupfloch, in dem er sich einfach pudelwohl fühlt, solange er natürlich jedem Andersdenkenden seine Wahl lässt. Dies ist die einfache Voraussetzung, die es zu beachten gilt.
Von diesem Punkt aus kann es jedermann, der am NaNoWriMo Spaß hat, nur erlaubt sein, diesen mit allen nur möglichen Mitteln zu zelebrieren und zu genießen.
Feiert, was das Zeug hält - selbst für den Fall, dass es euch nicht gelungen sein sollte, ein Manuskript mit 50 000 Zeichen Wörtern (typisch freudscher Verschreiber, Karina * lach *) zu erschaffen. Dies ist schließlich nicht der Grund, warum wir alle in diesem Monat schreiben, sondern das Gemeinschaftsgefühl, das uns alle durchdringt, wenn wir dies tun. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, wo oder genau wie wir das tun, solange wir es tun: Alleine zuhause, zusammen auf einem der vielen Schreibtreffen oder via Skype über das Internet verbunden.
Wir sind natürlich - jeder Einzelne für sich - ein Teil des großen Ganzen, das sich zusammengefunden hat, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen: Ein Romanmanuskript soll bei jedem entstehen und die kollegiale Hilfe untereinander stellt nur eine der vielen positiven Randerscheinungen dar, die dieses Schreibereignis für mich jedes Jahr zum unangefochtenen, weil wahren Höhepunkt der jährlichen Schreibsaison macht.
Ich kann so viel ich will über das gesamte Jahr hinweg schreiben, wenn der NaNoWriMo darin nicht stattfände, fehlte mir einfach etwas. Ohne diesen Programmpunkt wäre mein Leben definitiv ärmer an allem, was dieses Verharren im Diesseits für mich ausmacht.
Alles wäre farb-, geschmack- und trostloser, als mein übliches Sein ansonsten ist.
Von daher kann ich es nur wiederholen:

Ich liebe den NaNoWriMo und selbst, wenn er jetzt stirbt, erhebt er sich doch jedes Jahr im November erneut von den Toten. Dann werde ich wieder da sein, um an ihm teilzunehmen!

Tschüss, NaNoWriMo … bis zum nächsten Jahr!



© Bernar LeSton, 30. November 2014

Kommentare:

  1. Es klingt etwas dramatisch wie Du es schreibst, aber ich unterschreibe einfach ES!

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    1. Vielen Dank, liebe Adoa, schließlich weißt du ja aus eigener Erfahrung was ich meine. Gehörst ja eben auch zu uns NaNoiten aus Leidenschaft ... ;)

      Beste Grüße

      Bernar

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  2. 50.000 Worte, Bernar, nicht Zeichen ;) aber abgesehen daovn unterschreib ich das

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  3. Liebe Karina,

    schon ausgebessert und das zu recht. ;) Kommentar dazu direkt hinter der fehlerhaften Textstelle.

    Beste Grüße

    Bernar

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  4. Nanotisch, das klingt fast wie chaotisch :) Schön aber, dass es wieder so richtig fluppt!

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    1. Danke, du Gute und ja das gefällt ungemein. :D

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  5. Ich weiß, wie sehr du dich in jedem Jahr aufs Neue auf den November freust und sich dennoch schon im Vorfeld eine winzig kleine Verzweiflung breit macht. Da steht dann immer die Frage im Raum: "Was soll ich denn in diesem Jahr nur schreiben?"
    Die Antwort kommt in jedem Jahr (pst! Für mich längst nicht mehr überraschend) zumeist wenige Tage nach Beginn des NaNos von allein und beflügelt dich so sehr, dass d an manchen Tagen nicht aufhören kannst zu schreiben.
    Ich wünsche dir noch viele solcher NaNos voller Spannung und Aufregung.

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    1. Vielen lieben Dank, Christine. Und natürlich kennst du mich einfach viel zu gut. ;)

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